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Dissertationen

Laufende Dissertationen

geplant 2020/21  
Patrick Mellacher Innovation, Inequality and Polarization. The Creative Destruction of the Economic and Political Equilibrium
Betreuer Richard Sturn, Universität Graz
   
geplant 2018/19  
Nenad Pantelic Marktfundamentalistische Argumentationsmuster und ihr beharrlicher Einfluss auf die Wirtschaftspolitik
Betreuer Richard Sturn, Universität Graz
 
geplant 2019  
Timon Scheuer Crisis of our Time or just Capitalism? Revisiting the Specter of Technological Unemployment, Unequal Distribution and Secular Stagnation in an Evolutionary System Approach
Betreuer  
Social and economic crises are nothing new and there are plenty of historical analyses too. The actually enduring lack of growth, however, once again questions the self-healing effects of the prevailing economic system. The absent success of political measures and the arising social tensions give reason for old and new forms of critique. The fundamental questions addressed within this thesis therefore are: To which extent are technological unemployment, unequal distribution and secular stagnation interrelated and inherent to the system? Are they just temporary phenomena occurring on a cyclical path driven by innovation and investment? What are the overall tendencies and the ultimate trend given certain institutional frameworks?Reverting to agent-based modelling for accurately addressing these research questions, this thesis therefore deals with the economy as a system driven by individual decisions of heterogeneous entities interacting within a certain framework of explicit and implicit rules and thereby providing the macroeconomic phenomena of interest.

 

Abgeschlossene Dissertationen

2016
David HaasTechnical Change and Differential Growth. Classical-Schumpeterian Models of Diffusion and Creative Destruction.
Begutachter

Heinz D. Kurz, Universität Graz

Christian Gehrke, Universität Graz

Diese Dissertation behandelt die Formen, Ursachen und Auswirkungen technischen Fortschritts aus einer 'klassisch-Schumpeterianischen' Perspektive und ergänzt bestehende evolutionsökonomische Ansätze, die Innovation und differenzielles Wachstum als wesentliche Triebkräfte technischen Fortschritts diskutieren. Die dafür entwickelten einfachen dynamischen Modelle orientieren sich am analytischen Gerüst kapitalistischer Dynamik von J. A. Schumpeter. Die drei Aufsätze untersuchen Teil-Aspekte evolutionären Wandels, die in der modell-theoretischen Literatur bisher relativ wenig Beachtung gefunden haben: Kapitel 2 diskutiert die Diffusion neuer Produktionsmethoden im Rahmen eines klassischen Ein-Gut-Modells und beleuchtet die Auswirkungen differenziellen Firmenwachstums auf die aggregierte Wachstumsrate, auf die Beschäftigungsentwicklung und die Einkommensverteilung entlang der Traverse. Am Beispiel zweier ... rivalisierender Produktionsmethoden wird gezeigt, wie Ausmaß und Art der Innovation im Prozess der kreativen Zerstörung unstetiges Wachstum verursachen. Kapitel 3 argumentiert, ebenfalls in einem Ein-Gut-Modell, dass der evolutionäre Anpassungsmechanismus des differentiellen Wachstums nicht unabhängig von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist. Eine kausale Analyse zeigt, dass die Voll-Auslastung (Unterauslastung) eines primären nicht-produzierten Produktionsfaktors den zwei rivalisierende Methoden als Input benötigen, ein exponentielles (logistisches) Diffusionsprofil der relativ profitableren Methode bewirkt. Kapitel 4 behandelt die Einführung und Diffusion eines neuen produzierten Produktionsmittels in einer Mehr-Gut-Ökonomie, deren Produktionssystem sich auszeichnet durch Verflechtungen und Zirkularität. Es erörtert die Umlenkung vorhandener Produktionsmittel und die differenzielle Akkumulation alter und neuer Kapitalgüter als mögliche Ursachen für 'technologische Arbeitslosigkeit' und 'erzwungenen Ersparnis' und präzisiert so einige von Schumpeter's Argumenten.
2015
Marlies SchützSystems of Innovation and Economic Change. A Study of Methods, Concepts and Empirics
Begutachter

Heinz D. Kurz, Universität Graz

Johann Kellerer, Universität Graz

Schumpeters Auffassung, dass Innovationen die Triebfeder ökonomischen Wandels seien, hat den Grundstein für die Entwicklung einer Reihe moderner Innovationstheorien gelegt. Darunter der Ansatz der ‚systems of innovation‘ (SI), bei dem Innovationen als ein nicht-linearer und interaktiver Lernprozess erachtet werden. Hauptsächlich in der Evolutionsökonomik verwurzelt, hat sich dieser in den letzten Jahren zu einem populären Ansatz in der Innovationsforschung entwickelt. Jedoch werden diesem Ansatz einige Kritikpunkte entgegengehalten, z.B. (i) die fehlende Verbindung zwischen SI und ökonomischem Wandel sowie (ii) eine unzureichende Erforschung von SI in einem analytischen Rahmen. An diese Forschungslücken anknüpfend, beantwortet diese Dissertation Fragen an der Schnittstelle zwischen SI und ökonomischem Wandel. Um ökonomischen Wandel als einen evolutionären Prozess zu verstehen, wird in Kapitel 2 ein vergleichender Literaturüberblick theoriegeschichtlicher Werke von Schumpeters und Veblens Ideen einer evolutionsökonomischen Theoriebildung vorgenommen. Im 1. und 2. Teil der Arbeit wird ein multisektoraler analytischer Rahmen entwickelt. Kapitel 3 erforscht ökonomischen Wandel in einem internationalen Kontext. Am Beispiel der gegenwärtigen Entwicklungen der internationalen Bekleidungs- & Textilproduktion, liefert es empirische Evidenz zu Restrukturierungsprozessen. Darauf aufbauend fokussiert Kapitel 4 nationale SI und für Italien und Portugal werden zwei Typen von interaktiven Lernprozessen untersucht. Kapitel 5 adressiert die räumliche Dimension von Innovation und untersucht für drei australische Regionen Eigenschaften ihrer regionalen SI und stellt diese in Kontext zu regionalen wirtschaftlichen Besonderheiten. Zentraler Untersuchungsgegenstand von Kapitel 6 sind sektorale SI. Durch die Erforschung der Evolution eines multisektoralen ‚Innovation Flow Network‘ wird schließlich sektorale Heterogenität im Innovationprozess beleuchtet. 

2014
Rita StrohmaierInnovations and economic change: the role of general purpose technologies ; a methodological and empirical analysis
Begutachter

Heinz D. Kurz, Universität Graz

Albert Steenge, Universität Groningen/Niederlande

Die vorliegende Dissertation befasst sich mit Diffusion und ökonomischen Effekten von General Purpose Technologien (GPT), also Basisinnovationen, die einen tiefgreifenden Strukturwandel in der Wirtschaft verursachen. Bisherige Studien über GPT vernachlässigen vertikal integrierte Produktionsprozesse und fokussieren vorwiegend auf die verstärkte Innovationstätigkeit in Folge einer neuen GPT. Gegenstand dieser Arbeit ist der pervasive Charakter dieser Technologien, der sie von anderen Formen radikalen technologischen Wandels unterscheidet. Die im Rahmen eines multisektoralen Modells entwickelten Ansätze zur Messung von Diffusion und Relevanz von GPT werden empirisch anhand des ICT-Sektors in Dänemark für den Zeitraum von 1966 bis 2009 überprüft. Drei Aufsätze diskutieren die technischen Interdependenzen zwischen dem GPT-produzierenden Sektor und den Anwendungssektoren. Der erste Aufsatz entwickelt eine strukturelle Dekompositionsanalyse, um den Einfluss einer GPT auf das Wachstum der Arbeitsproduktivität und Änderungen im Qualifikations- und Lohnniveau zu messen. Im zweiten Aufsatz wird ein Indikator zur Untersuchung pervasiver Schlüsseltechnologien hergeleitet, der die Beschaffenheit des intersektoralen Netzwerks berücksichtigt. Im dritten Artikel wird struktureller Wandel in einem sozialen Netzwerkansatz untersucht, in dem Industrien in einer hierarchischen Ordnung zueinander stehen. Der daraus resultierende Technikbaum erlaubt Rückschlüsse auf die sektorale Trajektorie einer GPT. Die empirischen Ergebnisse fließen zuletzt in ein multisektorales Modell ein, das die Merkmale einer GPT evolutionsökonomisch rekonstruiert.Die Auswertungen demonstrieren die Relevanz der entwickelten Konzepte für die Identifikation von General Purpose Technologien anhand sektoraler Daten. Insbesondere erweist sich das Konzept robuster Industrien als nützlicher Ansatz, um pervasiven technologischen Wandel auf der Mesoebene zu untersuchen.  

2014
Wolfgang EichertTechnological change in multi-sectoral economies : theoretical and empirical analyses of large-scale Cobb-Douglas economies
Begutachter

Heinz D. Kurz, Universität Graz

Ian Steedman, Universität Manchester/Großbritannien

Technischer Fortschritt stellt die wichtigste Treibkraft der Entwicklung dar und betrifft alle Sektoren durch Sektor-übergreifende Effekte, Änderungen relativen Preise und Einkommensverteilungen. Die Literatur über technologischen Wandel berücksichtigt multi-sektorale Abhängigkeiten nur unzureichend und die vorliegende Dissertation versucht diese Lücke mit einer theoretischen und empirischen Analyse von Innovationen in multi-sektoralen Wirtschaften zu schließen. Die Arbeit entwickelt dazu ein multi-sektorales Modell einer Cobb-Douglas Ökonomie mit konstanten Skalenerträgen und betrachtet Produkt-, Prozess-, organisatorische und soziale Innovationen.Die Hauptergebnisse sind: (i) Die Lohn-Profit-Verteilung jeder Cobb-Douglas Wirtschaft wird durch eine einfache Hyperbel beschrieben und hängt negativ von den Elastizitäten der Kapitalinputs ab. (ii) Hicks-neutraler technischer Wandel in multi-sektoralen Modellen ist möglich, jedoch unwahrscheinlich. Harrod- und Solow-neutraler Fortschritt können theoretisch überhaupt ausgeschlossen werden. (iii) Die Auswirkungen von sektoralen Innovationen können auf Grund intersektoraler Dependenzen ex ante weder als kapital-, noch als arbeitssparend klassifiziert werden. Im Vergleich zu ein-sektoralen Modellen zeigt die Dissertation signifikante Unterschiede auf.Die wichtigsten Ergebnisse der empirischen Studie mit zehn Ländern im Zeitraum 1995 bis 2009 sind: (i) Technischer Fortschritt bewirkt keine Konvergenz der vorherrschenden Löhne und Profitraten. Die zu Grunde liegenden Lohn-Profit-Kurven konvergieren allerdings schon. (ii) Ein Anteil von rund 60% des Lohnanstiegs lässt sich auf kapitalerhöhenden Fortschritt zurückführen und 40% werden dem Anstieg der totalen Faktorproduktivität zugerechnet. Länderergebnisse variieren stark und geographische Nähe begünstigt ähnliche Entwicklungen. (iii) Die technologischen Schlüsselparameter der zehn betrachteten Länder sind stark korreliert, insbesondere in Sektoren mit handelbaren Gütern.  

2014
Andreas RainerDiffusion processes in economic systems
Begutachter

Heinz D. Kurz, Universität Graz

Klemens Fellner, Universität Graz

Teil I meiner Dissertation ergänzt die bestehende Literatur über ökonomische Gründe und Folgen der Diffusion von Innovationen, indem ein mathematisches Modell eingeführt wird mittels welchem inter- und intrasektorale Rückkoppelungseffekte des Auftretens von Prozessinnovationen untersucht werden können. Der Modellrahmen vereint das Konzept der Long-period Position mit Replikatordynamik der Evolutionären Spieltheorie. Das genannte Problem hat mit Joseph A. Schumpeter's Ansatz zur Erklärung wirtschaftlicher Entwicklung zu tun und erfolgt durch eine Fusion klassischen und evolutionären Denkens. Die Ergebnisse bestehen unter anderem in der Simulation unregelmäßiger Wachstumspfade, welche durch Innovationstätigkeit entstehen. Außerdem werden Spillover-Effekte zwischen Sektoren aufgezeigt. Diese Spillover-Effekte beinhalten die Änderung der Profitabilität unterschiedlicher Produktionsprozesse durch technischen Wandel in anderen Sektoren. Dadurch kann das Schumpeterianische Konzept der kreativen Zerstörung illustriert werden, da in der Vergangenheit profitable Prozesse langfristig Marktanteile verlieren.Wegen des mathematischen Einschlags meines Ansatzes diskutiere ich in Teil II meiner Dissertation, inwiefern Mathematik Konzepte beziehungsweise konzeptionelle Metaphern bereitstellt um bestimmte Aspekte ökonomischer Systeme zu verstehen. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, Mathematik als eine spezielle Art von Sprache innerhalb der Gemeinschaft der Ökonomen zu verstehen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf methodologischen Fragen zu dynamischen ökonomischen Theorien. Dieses Thema wird diskutiert, indem die entsprechenden Ideen von Thorstein B. Veblen und Joseph A. Schumpeter miteinander verglichen werden. Beide weisen auf die Wichtigkeit dynamischer ökonomischer Theorien hin, wobei sie allerdings unterschiedliche Ansätze verfolgten. 

2010
Nicole PalanStructural change and the heterogeneity of production structures in Europe : essays on theoretical foundations and empirical evidence
Begutachter

Heinz D. Kurz, Universität Graz

Henryk Gurgul, Universität Krakau/Polen

Diese Dissertation beschäftigt sich mit dem strukturellem Wandel der internationalen Ökonomie. Sie untersucht durch wirtschaftliche Integration hervorgerufene Standortveränderungen und Spezialisierungsmuster von Industrien. Dies ist von besonderem Interesse, da durch die Errichtung des Gemeinsamen Europäischen Marktes sowie die Einführung einer gemeinsamen Währung eine Reduktion der Handels- und Produktionsbarrieren stattgefunden hat. Dies wiederum kann großen Einfluss auf die Standortwahl von Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit von Ländern haben, wodurch sich Spezialisierungsmuster nachhaltig verändern.Kapitel 2 ist ein Literaturüberblick, der sowohl intersektorale als auch inter-industrielle Muster der wirtschaftlichen Entwicklung thematisiert. Es werden die treibenden Kräfte von (De-)Konzentration und (De-)Spezialisierung besprochen sowie empirische und theoretische Fakten beschrieben, um die treibenden Kräfte der wirtschaftlichen Entwicklung zu identifizieren.Kapitel 3 bespricht Charakteristika, welche geeignete Spezialisierungsindices erfüllen sollten. Zudem werden die Eigenschaften wichtiger Indizes analysiert und auf dieser Basis deren Qualität für unterschiedliche Forschungsfragen erläutert.Kapitel 4 zeigt in einer Untersuchung von Zeitreihen und Paneldaten die Entwicklung intersektoraler sowie inter-industrieller Heterogenität auf. Es wird zwischen zwei Formen von Divergenz (Ein-Land-Spezialisierung vs. allgemeine Heterogenität) unterschieden, welche für die Wirtschaftspolitik innerhalb einer Währungsunion von besonderer Relevanz sind.Kapitel 5 untersucht (Un-)Ähnlichkeiten zwischen den wirtschaftlichen Strukturen von Ländern und fasst diese gemäß ihrer relativen Spezialisierungsmuster zu Clubs zusammen. Danach wird die Entwicklung dieser Clubs sowie jene der einzelnen Länder analysiert. Zudem wird gezeigt, welche Länder gegenüber weiter vorangeschrittenen Ländern aufholen und welche durch geringen strukturellen Aufstieg gekennzeichnet sind.

 

 

Kontakt

Universitätsstraße 15/FE 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 3593
Fax:+43 (0)316 380 - 9523

Web:schumpeter-centre.uni-graz.at

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